Es war einmal ein junges Mädchen, das von seiner bösen Stiefmutter und den Stiefschwestern sehr schlecht behandelt wurde. Sie musste in der Küche helfen, viele schwere und vor allem schmutzige Arbeiten verrichten und wurde nur noch Aschenputtel genannt.
Eines Tages fand ein großer Maskenball im Schloss der Königin statt, und alle Mädchen im Königreich waren eingeladen. Aber Aschenputtel durfte nur auf den Ball, wenn sie vorher die Erbsen auflesen konnte, die ihre Stiefmutter in die Asche geschüttet hatte. Das schaffte sie zwar, weil ihr die Vögel dabei halfen, aber ihre Stiefmutter verspottete sie nur, weil sie ja nichts zum Anziehen hätte, und wollte ihr auch kein Kleid für den Ball geben. Doch Aschenputtel eilte zum Grab ihrer Mutter und erhielt dort ein wunderschönes Feenkleid und ein Paar Schuhe. So kam sie noch rechtzeitig auf den Ball und zog dort sofort die Aufmerksamkeit des Prinzen auf sich. Sie tanzten zusammen, und der Prinz war von ihr fasziniert. Als die Uhr dann aber Mitternacht schlug, drohte das Feenkleid zu Staub zu zerfallen, sodass Aschenputtel fliehen musste und dabei einen Schuh zurückließ.
Der Prinz beschloss, das Mädchen zu suchen, dem der Schuh gehörte. So fand er schließlich Aschenputtel, und natürlich passte ihr der Schuh perfekt. Sie heirateten und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Lied über Sophie
Küchenlied
Stadtlied
Lied der Katzen
Lied der Vögel
Feenlied
Balllied
Schlusslied
Auszug aus dem Bericht im Illertisser Extra der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 03.05.2025
VÖHRINGEN
Wie ein Märchen zum Musical wird
Vöhringer Jugendbühne Spectaculum führt das Stück Aschenputtel auf – Das Publikum ist begeistert
ub I 03.05.2025
Wer kennt es nicht, das Märchen von der Königstochter, die von der Stiefmutter und den Stiefschwestern eine jämmerliche Behandlung hinnehmen muss und schließlich sogar zum Aschenputtel wird. Das Grimm’sche Märchen hat das Regieteam um Thomas Boxhammer mit Julia Aigner, Marlena Steinhauser und Julius Holbein in ein Kindermusical verwandelt. In knapp drei Stunden geht ein Spiel über die Bühne, auf der sich 25 Kinder und Jugendliche bewegen. Es wird erzählt, gesungen, getanzt – alles Zutaten, die ein Musical haben sollte. Dafür gab’s zum Schluss minutenlangen Beifall.
Schon der Beginn wirkt dank moderner Beleuchtungstechnik märchenhaft. Hell leuchtende Lichtpunkte schwirren über die Decke des Saales. Wer das Märchen genau kennt, weiß auch Bescheid, wer die Hauptpersonen sind. Die Kernbesetzung liegt bei rund fünf Personen. Da ist Aschenputtel, die Stiefmutter, zwei Schwestern, Feen, Tauben, doch die Regie bringt 25 Mädchen und Buben auf die Bühne. Im Gespräch sagt Boxhammer, »wer bei Spectaculum zum Ensemble gehört, kommt auf die Bühne, denn das motiviert.« Dabei ist es den kleinen Schauspielern gleichgültig, in welchem Gewand sie auftreten, Hauptsache sie sind dabei.
Was diese Aufführung so sehenswert macht, ist die opulente Austattung, in der aber nicht das kleinste Detail übersehen wird. Besonders hübsche Szenen spielen sich in der Küche ab. Unter dem Ofen, um den sich Köche scharen, brennt sogar ein künstliches Feuer. Überhaupt sind die Bühnenbildner richtige Ausstattungskünstler. An den Wänden hängen Teller zum Schmuck, überall stehen Töpfe herum – wahrscheinlich lauter Leihgaben aus der mütterlichen Küche der Spielerinnen und Spieler. Die Garderobe ist aufwändig. Prachtvoll die Kleider, reizend das Habit der Vögel, die dann die schlechten Linsen aussortieren helfen. Man erinnere sich, »die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen«.
Fabian Weisenberger hat sich wieder einmal als glänzender Komponist erwiesen, seine Musik regt zum Mitklatschen oder Mitsingen an, sie ist gängig und geht ins Ohr. Diese Aufführung gleicht einem Musical, denn es hat alles, was Erfolg verspricht.
Termine und Tickets
Weitere Aufführungstermine: Samstag, 3. Mai, 15 Uhr, Sonntag, 4. Mai, 15 Uhr, Freitag, 9. Mai, 16 Uhr, Samstag, 10. Mai, 15 Uhr und Sonntag, 11. Mai, 15 Uhr.
Kartenvorverkauf: Schuhwerkstatt Trips, Vöhringen, Pepperoni-Design, Weißenhorn oder unter (07306) 92 58 50.
Auszug aus dem Bericht in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 27.04.2025
VÖHRINGEN
»Aschenputtel«-Aufführung: Aus Märchen wird umjubeltes Musical
Die Jugendbühne Spectaculum04 kann erneut an ihre Erfolge anknüpfen. Entstanden ist mit »Aschenputtel« ein Stück, das einfallsreich choreografiert und opulent ausgestattet ist.
Ursula Katharina Balken I 27.04.2025
Es ist ein Miraculum, wie Thomas Boxhammer, Julia Aigner, Marlena Steinhauser und Julius Holbein es geschafft haben, aus einem Märchen mit einer Kernbesetzung von (laut Literatur-Lexikon) nur fünf Personen eine Geschichte zu machen, die 25 Menschen auf die Bühne bringt. Damit erfüllt Boxhammer jedoch seine Vorstellung von Jugendtheater: Jeder bei Spectaculum04 soll auf die Bühne. Aber als was, wenn die »Aschenputtel«-Hauptrollen schon vergeben sind? Da ist das Regieensemble äußerst erfinderisch: Also wuseln Hasen, Mäuse, Katzen, Tauben und am Königshof beschäftigte gute Geister über die Bühne.
Schon der Beginn versetzt in märchenhafte Stimmung. Leuchtende Punkte gleiten über das Publikum hinweg durch den Saal des Hauses, begleitet von stimulierenden Melodien. Das Füllhorn seiner Talente schüttet Komponist Fabian Weisenberger in reichem Maße aus: Er schrieb den gesamten Soundtrack, was zum Erfolg des Musicals »Aschenputtel« wesentlich beiträgt. Die Melodien gehen ins Ohr, moderner Rhythmus animiert zum Mitklatschen.
Was die Regie auch bedenkt, ist das Alter des Publikums: Die Geschichte vom hübschen Aschenputtel, das von der bösen Stiefmutter und ihren leiblichen Töchtern schikaniert wird, ist von allem entschärft, was kleine Zuschauerinnen und Zuschauern irritieren könnte. Blut im Schuh? Ja, aber es kommt zur Minimierung des Körperteils kein Messer zum Einsatz, durch das ständige Reiben an der Haut wird diese blutig. Sonst könnte der allseits bekannte Spruch »Ruckedigu, ruckedigu – Blut ist im Schuh« nicht zum Einsatz kommen. Aber gerade der wird so hübsch von den grauen Tauben skandiert.
Sind die Tänze der Kinder schon einfallsreich choreografiert, so sind die Kostüme – in einer Augsburger Schneiderei entstanden – richtige Hingucker. Da darf man die Ausstattung, einschließlich der Einrichtung des Schlosses, schon opulent nennen. Ebenso das Bühnenbild: Um es zu ändern, sind zwar nur Handgriffe nötig, was aber Körpereinsatz erfordert. Da es kein Bühnenpersonal gibt, packen die Darstellerinnen und Darsteller selbst mit an. Bis ins letzte Detail ist die Küche eingerichtet. Es gibt einen Ofen mit rot glühendem Feuer – selbstredend elektrisch – und Pfannen und Teller schmücken als Deko die Wände.
Boxhammer nutzt den gesamten Bühnenraum, eischließlich der Saalecken, um Atmosphäre zu schaffen. Gelungen ist auch die Idee, einen Hasenfamilie einzubauen, weil die Oma den Fortlauf der Geschichte erzählt, was für die ganz kleinen Besucherinnen und Besucher eine Hilfe ist, den Inhalt des Märchens nachzuverfolgen und besser zu verstehen.
Der lang anhaltende Beifall zum Schluss gilt dem spielfreudigen Ensemble und einer allumfassenden Regie, die aus dem Märchen ein richtiges Kindermusical gemacht hat, dem es an nichts fehlt. Gesang, Tanz, Dialoge und ein kleines bisschen Comic verschmelzen hier zu einer erfolgreichen Einheit.
Für Plus-Leserinnen und Leser der Augsburger Allgemeinen Zeitung ist der gesamte Artikel hier online zu finden.
Auszug aus der Vorankündigung in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 23.04.2025
VÖHRINGEN
Ruckedigu, Blut ist im Schuh: Das Jugendtheater Spectaculum zeigt »Aschenputtel«
Das Jugendtheater Spectaculum 04 bereitet seine 21. Premiere vor. Gespielt wird im Wolfgang-Eychmüller-Haus das Märchen »Aschenputtel« der Brüder Grimm.
Ursula Katharina Balken I 23.04.2025
Wer die Grundschule Illerberg an diesem Nachmittag betritt, glaubt sich verlaufen zu habe. Denn er meint in einem großen Raum gelandet zu sein, in dem das Innere mehr Ähnlichkeit mit einem Lager als mit einer Schulaula hat. Große grob gefertigte Tische, beladen mit Küchengeschirr in vielerlei Formen und Farben, Stühle, alte Sessel, ein Teewagen, Kleiderbügel liegen fein säuberlich gestapelt auf dem Boden – es herrscht ein herrliches Durcheinander. Und mitten in dem Krimskrams, der auf der Bühne zu farbigen Dekoration für das Märchen „Aschenputtel“ mutiert und dann per Lkw ins Kulturzentrum zur Aufführung gefahren wird, steht ein riesiger Baum aus Pappmaschee, handgemacht von den Spielern.
Das Märchen »Aschenputtel« eignet sich gut für das große Ensemble des Jugendtheaters
»Eine Arbeit, an der alle beteiligt sind, keiner schließt sich aus«, sagt Spielleiter Thomas Boxhammer vom Jugendtheater Spectaculum 04. Er ist der Hauptorganisator und Regisseur, hat aber Julia Aigner, Marlena Steinhauser und Autor Julius Holbein an seiner Seite, der als Autor das Textbuch geschrieben hat. Premiere von »Aschenputtel« ist am Samstag, 26. April, um 15 Uhr, im Wolfgang-Eychmüller-Haus in Vöhringen.
Ein armes Mädchen wächst mit einer Stiefmutter und bösen Schwestern auf, ihr wird alle schwere Hausarbeit aufgebürdet. Aber das Ungemach dieser Kindheit wird sie vergessen, weil das Glück des Lebens ihr begegnet. »Ruckedigu, ruckedigu, Blut ist im Schuh«, da klingelt es doch sicher bei manchem Erwachsenen. Das setzt allerdings voraus, dass er Grimms Märchen kennt. Für Thomas Boxhammer gehören diese Märchen zum Kulturgut. »Wir haben uns für Aschenputtel entschieden. Das Stück eignet sich sehr gut für unser großes Ensemble.« Boxhammer hat bis jetzt noch immer seinen Vorsatz umsetzen können, »alle Ensemblemitglieder müssen auf die Bühne.« Ganz gleich, entweder als Prinzessin oder wandernder Baum und je nach Stück schreibt er Rollen hinzu. »Dieses Mal gibt es 25 Ensemblemitglieder und alle haben eine Rolle.«
Eine ganz wichtige Komponente ist die Musik. Das Budget ist begrenzt, aber er kann auf Fabian Weisenberger rechnen, der sich in der Musikwelt einen Namen gemacht hat. Ein begabter junger Mann, der komponiert und arrangiert und das alles in einem Tongefüge, das zum Mitsingen wie gemacht ist. Es entstehen auch CDs, die man dann zur Erinnerung kaufen kann. »Ich schätze mich glücklich, dass Fabian diese hinreißende Musik für uns komponiert.« Weisenberger ist vielseitig, er führt die Jugendkapelle der Stadtkapelle zu Höhenflügen. Die Kostüme sind aufwändig, entworfen von der Spitzencrew, geschneidert von einer Werkstatt in Augsburg.
Wichtig: Die Geschichte ist für Kinder ab vier Jahren geeignet.
Valetta Kast
Hase
Toni Hüftle
Kind, Diebeskind, Vogel, Kind
Silja Hauguth
Kind, Kleiderverkäuferin, Vogel, Kind
Samoa Kast
Sophie, Aschenputtel
Raphael Köse
Vater, Töpfer, Vogel, Vater
Moritz Höfer
Koch, Taschenverkäufer, Herr, Vogel
Marie Schuldes
Stiefmutter
Maike Petermann
Katze, Diener, Vogel
Magdalena Hartmann
Hase
Lukas Wolfarth
Kind, Diebeskind, Vogel, Kind
Luise Nunnink
Kind, Diebeskind, Fee, Kind
Ludwig Müller
Katze, Prinz
Linda Schunn
Katze, Dame, Vogel
Leonie Matejka
Amonia
Lena Knöthig
Hasenoma
Lea Petermann
Katze, Dame, Vogel
Laura Ravens
Kind, Wache, Vogel, Kind
Juliana Jank
Laila
Jana Sailer
Köchin, Kundin, Königin, Vogel
Hanna Schuldes
Hase
Fridolin Boxhammer
Katze, Graf Bruno
Emma Haberlach
Kind, Lebensmittelhändlerin, Fee, Kind
Emma Boxhammer
Kind, Korbhändlerin, Fee, Kind
Emilia Hauguth
Köchin, Schuhverkäuferin, Dame, Vogel
Carina Bobbe
Katze, Dame, Vogel
Regie: Thomas Boxhammer, Julia Aigner, Marlena Steinhauser, Julius Holbein
Musik: Fabian Weisenberger (http://fw-formusic.de)
Maske: jeder Mitspieler
Gesangsunterricht: Uli Petermann
Choreografie: Anna Nunnink, Julia Aigner, Marlena Steinhauser, Elena Lenard, Laura Hilsenbeck
Bühnenbild: Hans Riggenmann
Kostüme: Jana Sailer, Angelika Sipitzki, Brigitte Lux, Kristina Schuldes
Technik: Marius Welk, David Klement
Spieltermine: Sa., 26.04. (15:00), Do., 01.05. (15:00), Fr., 02.05. (16:00), Sa., 03.05. (15:00), So., 04.05. (15:00), Fr., 09.05. (16:00), Sa., 10.05. (15:00), So., 11.05. (15:00)